Antike Möbel und die passende Raumtemperatur

Achten Sie beim Aufstellen Ihrer Objekte in erster Linie auf das Raumklima. Man muss bedenken, dass die antiken Möbel unter anderen Bedingungen alt geworden sind als die heutigen. Je nach Alter ihres Möbelstückes wird es in nicht isolierten Räumen gestanden haben. Die Fenster waren einfach verglast und zugig. Die Böden waren aus Lehm, Sand, Ziegeln später Stein oder einfachen Holzdielen. Man heizte mit einem Ofen, kannte weder Heizkörper, die durch das ganze Haus verteilt sind, noch eine Fußbodenheizung.

Holz ist ein Naturstoff, der sensibel auf klimatische Veränderungen reagiert. Wegen der unterschiedlichen Jahreszeiten und damit folgenden Temperaturunterschieden ist Ihr Möbel stetig in „Bewegung". Bei hoher Luftfeuchtigkeit dehnen sich die Holzfasern aus, während bei langanhaltendem warmen und trocknen Klima sich das Holz zusammenzieht. Durch diesen Prozess kann es zu Spannungsrissen an den Möbeln kommen.

Besonders die Möbel aus der Zeit des 17. Jh. bis Mitte des 19. Jh. Biedermeier- und Barockmöbel sind bedingt durch stilistische Gestaltung und Konstruktion sehr empfindlich gegen zu geringe Luftfeuchtigkeit. Schwundrisse am Holz übertragen sich auf das Furnierbild oder Marketerie.Um all dies zu vermeiden, sollten Sie Ihre Antiquitäten idealerweise in einem Raumklima von ca. 20-22°C und bei einer Luftfeuchtigkeit von 50-65% aufstellen. Zur Kontrolle stellen Sie Messgeräte für Ihr Raumklima und ggf. ein Raumluftfeuchtegerät auf. Ihre Möbel sollten zudem nicht zu nah an Heizungen und Öfen stehen, da dort die Temperaturschwankungen am stärksten sind. Zu einer im Winter kalten Außenwand sollte genügend Abstand zur Luftzirkulation bleiben.

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